Die wissenschaftlichen Grundlagen der Methodik
DfACE baut auf mehr als einem Jahrzehnt peer-reviewter Forschung zu Kreislaufwirtschaftssystemen auf, die in industriellen Umgebungen in ganz Deutschland und Europa durchgeführt wurde. Diese Seite dokumentiert die wissenschaftlichen Grundlagen – die Publikationen, die Konzepte, die Rahmenwerke –, die jede Empfehlung von DfACE fundiert und extern überprüfbar machen.

Ein umfassender Überblick darüber, wo Wert in Ihr Produkt einfließt, sich darin bewegt und es wieder verlässt
Die Bewertung beginnt mit einer Stücklistenanalyse – jede Komponente, Unterkomponente und jeder Materialeinsatz wird nach Gewicht, Volumen, Recyclingfähigkeit und aktuellem Entsorgungsweg erfasst. Damit wird die Ausgangsbasis festgelegt. Die Energieflussanalyse deckt den gesamten Produktionszyklus ab: Rohstoffgewinnung und -transport, Fertigungsprozesse, Produktnutzungsphase und Entsorgung. Jede Phase wird hinsichtlich ihrer Energieintensität und ihres Potenzials zur Schließung von Kreislaufkreisläufen bewertet. Die Charakterisierung der Abfallströme identifiziert jedes Material, das das System verlässt – sei es als Schrott, Verschnitt, Ausschuss, Verpackung oder Altprodukt – und klassifiziert jeden Strom nach Materialtyp, Volumen, aktuellem Entsorgungsweg und Verwertungspotenzial auf dem Markt.

beschreibt die bewusste Ablehnung eines Produkts, also dessen Nichtentwicklung, -produktion und -konsum. Der Ansatz wird gewählt, wenn ein Produkt keinen ausreichenden gesellschaftlichen Nutzen innerhalb der Kreislaufwirtschaft bietet. Er kann auch durch politische, kulturelle oder regionale Gründe beeinflusst sein.
bedeutet das grundlegende Überdenken und Neukonstruieren eines Produkts, das aktuell nicht kreislauffähig ist. Dabei kann auf bestehende Entwürfe zurückgegriffen oder ein höherer Entwicklungsaufwand nötig sein. Besonders relevant ist der Ansatz bei innovativen Produkten, für die noch keine geeigneten Recyclingprozesse existieren.
zielt auf die Reduktion des Materialeinsatzes bei gleichbleibender Funktion ab. Eine effiziente Materialnutzung ist positiv, darf jedoch nicht zu frühzeitigem Bauteilversagen führen. Gleichzeitig kann ein geringerer Materialanteil den späteren Recyclingwert und die Wirtschaftlichkeit beeinträchtigen.
beschreibt die wiederholte Nutzung eines Produkts in seiner ursprünglichen Form und für denselben Zweck. Es ist vollständig dem Produktrecycling zugeordnet und erhält die Produktintegrität. Eine klare Abgrenzung besteht zu Repurpose, bei dem der Zweck geändert wird.
bezeichnet die Reparatur defekter oder verschlissener Komponenten eines Produkts. Voraussetzung ist eine konstruktionstechnisch geplante Zugänglichkeit und geeignete Fügetechnik für zerstörungsfreie Demontage. Der Ansatz erfordert zudem Informationen, Ersatzteile und organisatorische Strukturen wie Serviceangebote.
umfasst die umfassende Aufarbeitung eines Produkts zum bestmöglichen Zustand. Dabei werden nicht nur defekte, sondern auch potenziell verschlissene Komponenten geprüft und ggf. durch baugleiche Teile ersetzt. Der Prozess kann auch von Drittanbietern durchgeführt werden und erfordert eine geeignete, zerstörungsfreie Demontage.
geht über Refurbishment hinaus, indem Komponenten durch leistungsfähigere neue Versionen ersetzt werden. Dadurch kann das Produkt einen besseren Zustand als im Neuzustand erreichen. Der Ansatz erfordert hohe organisatorische Integration, Informationsfluss und ist besonders für hochwertige, komplexe Produkte geeignet.
bedeutet die Nutzung eines Produkts für einen anderen Zweck als ursprünglich vorgesehen. Dabei kann ein Teil des Materials ineffizient genutzt werden, da das Produkt nicht für den neuen Zweck optimiert ist. Dennoch kann der Ansatz wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn er die Herstellung eines neuen Produkts ersetzt.
beschreibt die Zerstörung der Produktstruktur zur Rückgewinnung von Materialien. Es ist der grundlegende EndofLifeAnsatz für alle Produkte und erfordert meist automatisierte Prozesse. Die Produktgestaltung muss daher auf die Trennbarkeit und Prozessanforderungen der Recyclingtechnologien abgestimmt sein.
bezeichnet die energetische Verwertung von Materialien durch Rückgewinnung der enthaltenen Energie. Nach diesem Prozess gelten sowohl Produkt als auch Material weitgehend als verloren. Der Ansatz wird eingesetzt, wenn andere Kreislaufoptionen technisch oder wirtschaftlich nicht sinnvoll sind.

Supportive research
Alle Beratungsleistungen von DfACE basieren auf veröffentlichten, extern begutachteten wissenschaftlichen Arbeiten. Die folgenden Publikationen bilden den Kern unserer Forschungsarbeit.
Information as Key for Strategic Stakeholder Opportunities Within the Value Chain of an Advanced Circular Economy
Strategic Requirements-Based Product Design: A Tri-Tool Methodology For Advanced Circular Economy
Refine the circular economy by rethinking it -a holistic approach for the advanced circular economy
A Knowledge-based Product Design Assistance for the Advanced Circular Economy
Is it all about Information?
Circular sPrint Playbook
Der Einfluss der Fügetechnik auf die Konstruktion von Produkten für das Kreislaufwirtschaftssystem
A Knowledge-based Product Design Assistance for the Advanced Circular Economy
A Knowledge-based Product Design Assistance for the Advanced Circular Economy
Is it all about Information? The Role of the Information Gap between Stakeholders in the Context of the Circular Economy
Erstellung einer Materialdatenbank zur digitalen Systematisierung im Konstruktionsprozess für kreislaufgerechte Produkte
Die Einbettung kreislaufgerechter Konstruktionsansätze in den Produktentstehungsprozess Embedment of Engineering Design for Circular Economy into the Product Creation Process
Wirtschaftliche Einflussfaktoren auf eine kreislaufgerechte Produktentwicklung

Machen Sie Produkte zu strategischen Wertanlagen
Strategien der Kreislaufwirtschaft schaffen messbaren Mehrwert in allen Unternehmensbereichen. Wählen Sie einen Bereich aus, um die spezifischen Vorteile von DfACE auf Ihrer Ebene zu entdecken.

